R4

Renault

GTL

Die Tankanzeige

Bild 1

Wenn die Anzeige des Benzinfüllstands nicht funktioniert, liegt es entweder
am defekten Anzeigeinstrument,
an der elektrischen Leitung
oder am Füllstandgeber im Tank.

Ist Ersteres defekt, hilft i.d.R. nur der Austausch der gesamten Tachoeinheit, da eine Reparatur entsprechendes Fachwissen voraussetzt.

Fehler in der elektrischen Leitung sind am leichtesten zu beheben.
Der Widerstand der Leitung zwischen Instrument und Geber sollte unter 10 Ohm liegen.
Ein erhöhter Widerstand kommt seltener durch die Kabel selbst als durch schlechte Kontakte zustande.
Dieses ist insbesondere die relativ ungeschützte, vom Kotflügel kommende Verbindung, links hinten am Querträger
sowie der Steckkontakt am Tankgeber, der etwas schlecht zu erreichen ist.
Leicht verschmutzte Kontakte kann man reinigen.
Stark korridierte Verbindungen sollten ersetzt werden.

Ist der Geber defekt, muß der Tank ausgebaut werden.
Eine Reparatur ist meist möglich und wird im folgenden Kapitel diskutiert.
Handwerkliches Geschick, Kenntnis des Ohmschen Gesetzes sowie der Benutzung eines Ohm- oder Multimeters und ggfls. Erfahrung im Weichlöten werden vorausgesetzt.

Der Füllstandgeber

Bild 2

Der Geber ist im Prinzip ein variabler Widerstand. Je leerer der Tank umso größer ist der Widerstand.

Bei einer Speisespannung von 12 Volt, fließt in Abhängigkeit vom Widerstand, mehr oder weniger Strom zur Drehspulanzeige.
Der Widerstand des Gebers liegt leer zwischen einigen wenigen Ohm (hier fließt auch der Zuleitungswiderstand mit ein) und ca. 480 Ohm bei vollem Tank.
Spätestens jetzt wird auch deutlich, warum eine defekte Zuleitung die Anzeige verfälscht.

Der Kontakt zum Minuspol (Masse) wird über die Verschraubung hergestellt. Eine verrostete Verschraubung erhöht den Widerstand oder kann sogar zur Unterbrechung (unendlich großer Widerstand) des Stroms führen.
Eine einwandfreie Verbindung zur Fahrzeugmasse (Minuspol) wird hier vorausgesetzt.

Zunächst wird der Stromleiter untersucht.
Die Verbindungen zum Stecker, oben am Deckel, sowie zum Potigehäuse sind manchmal korridiert und ohne Durchgang.
Die Kontaktstellen kann man löten. Doch Vorsicht, die Kunststoffteile sind wärmeempfindlich und können schmelzen.

Eine weitere Fehlerquelle ist das Potigehäuse selbst. Hier sammeln sich gern Rostpartikel, Schmutz und Schlamm und verhindern, daß die Blechzunge mit der Drahtwicklung Kontakt hat.

Bild 7

Zur Reinigung wird das Gehäuse vorsichtig zerlegt, mit Benzin und weichem Pinsel gereinigt und ebenso vorsichtig wieder zusammengesetzt.
Evtl. muß die Blechzunge etwas nachgebogen werden um den Kontakt über die ganze Wicklungslänge zu sichern.

Bild 3 Bild 4 Bild 5 Bild 6

Zuletzt erfolgt noch die Funktionsprüfung mit dem Multimeter.
Hierzu wird der Messbereich eingestellt, der Widerstandswerte bis 500 Ohm abdeckt.
Gemessen wird zwischen Plus-Anschluß am Deckel und Masse, also dem Deckel selbst. Der Schwimmer wird langsam so bewegt, daß er den ganzen Bereich von Tank voll bis leer abdeckt.
Der Ausschlag des Multimeters sollte dann gleichmäßig und ohne Sprünge von einigen Ohm auf ca. 480 Ohm ansteigen.

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