Dieses Midi-Interface basiert auf einer weit verbreiteten Standartschaltung für den Drucker- bzw. Modem-Port. Den Strom liefert der Mac selbst. Er wird hier aus den Datenleitungen TXD- und TXD+ gezogen, kann aber auch von RXD+ und RXD- entnommen werden und wird über eine einfache Gleichrichtung nutzbar gemacht.
Bild 1 zeigt die Aufbereitung mit Brückengleichrichter, Bild 2 mit vier einzelnen Dioden. Wofür man sich entscheidet ist gleich. Beides führt zum Ziel. Bei Aufbau auf einer Streifenrasterplatinen können 4 einzelne Dioden praktisch sein.
Bild 1
Bild 2
Die Midi-Out Einheit sieht man in Bild 3. Pro Ausgang wird ein Inverter benötigt. Da das IC 4049 sechs Inverter besitzt und einer für den Eingang reserviert ist, können max. 5 MIDI-Ausgänge aufgebaut werden. Die Eingangpins der nicht benutzten Konverter müssen auf Low-Potential gelegt werden.
Bild 3
Der Midi-Eingang (Bild 4) wird mit einen Optokoppler (IC2) aufbereitet und über einen Inverter an RXD- gelegt. Man kann der Schaltung einen zweiten MIDI-In Anschluß verpassen (Bild 5), muß aber zwischen beiden hin und her schalten da es keine einfache Lösung der gleichzeitigen Benutzung gibt. Die Daten zweier Eingänge würden miteinander kollidieren und könnten ohne aufwendige Synchronisation nicht genutzt werden. Hilfreich ist diese Umschaltung dennoch, so braucht man bei z.B. SysEx-Übertragungen nicht ständig die Kabel umzustecken. In ein entsprechendes Gehäuse eingebaut und mit Drehschalter versehen, kann man die Zahl der Midi-Eingänge noch erhöhen.
Bild 4
Bild 5
Da der Mac von selbst nicht in der Lage ist auf die vom MIDI-Signal geforderten 31,25 Baud zu reagieren wird ihm von außen die Frequenz aufgezwungen. I.d.R. erzeugt man mit einem 1MHz Quarz(Oszillator) ein Taktsignal und legt es an die Handshakeleitung des seriellen Anschlusses (Bild 6). Die so generierte Frequenz wird dann vom Mac, bzw. vom MIDI-Treiber auf die richtige Geschwindigkeit geteilt. Man kann auch einen 2 oder 0,5 MHz Quarz verwenden, muß dann aber eine entsprechende Einstellmögichkeit im Treiber-Setup haben.
Bild 6
Ob Man die Schaltung auf eine Loch/Streifenrasterplatine setzt oder sich ein eigene Platine ätzt, bleibt jedem selbst überlassen. Die Werte der Widerstände sind nicht zwingend vorgeschrieben. Wer die Reste seiner Kramkiste aufbrauchen will, mag dieses tun, sollte aber nicht zu sehr von den Vorgaben abweichen. Beim Optokoppler liegt man mit einem 6N138 auf der sicheren Seite. Welche der sechs Inverter des 4049 für welchen Ein/Ausgang Verwendung finden hängt davon ab wie man seine Bauteile positioniert. Die Pinvorgaben in dieser Schaltung sind eher zufällig gewählt. Puzzln macht spaß.
Zum Anschluß mit dem Mac kann man direkt ein Kabel an die Platine löten und das andere Ende mit einem Mini-DIN-8 Stecker versehen. Eleganter ist aber eine Mini-DIN-8 Buchse auf der Platine. Die Verbindung erfolgt dann mit einem normalen Apple-Seriellkabel.
Es wird hier kein bevorzugtes Layout angeboten, da ich die Bauteile in verschiedener Anordnung auf Streifenrasterplatinen gesetzt habe.
Frohes Layouten und erfolgreiches Löten !